Zornmuseet Hem

Gopsmor


Genießen Sie das herrliche Gefühl, ein Teil von Zorns Malerei zu werden, ein Gefühl, dass sich automatisch einstellt, wenn man die Hütte Gopsmorstugan betritt, die stimmungsvoll am Fluss Dalälven gelegen ist.

Im Jahre 1904 kaufte Zorn ein am Strand des Flusses Dalälven gelegenes Grundstück von seinem Onkel Per. Er stellte einige ältere Holzhäuser auf dieses Grundstück und gab dem Gebiet den Namen „Gopsmor“.
Er betrachtete es als eine Art des Zufluchtsortes, zu dem es ihn zog, wenn ihm in Mora die Aufmerksamkeit um seine Person zu viel wurde. Gopsmor entwickelte sich zu einer Kombination aus Wildnisatelier und Anglerbehausung. Hier lebte er so wie „in alten Zeiten“, mit einfacher Ernährung und ohne die Bequemlichkeiten seines Heimes Zorngården.

Zorn lud die Jugendlichen der Umgebung nach Gopsmor ein, die dort zu den Tönen von Geigern, die viele alte Lieder bewahrt hatten, die alten Bauerntänze wieder aufleben ließen. Dank Zorns Initiative konnten diese Lieder weiterleben und die Veranstaltungen bezeichnete man bald scherzhaft als „Tummelplätze“. Ein solches Zusammenkommen hat Zorn in seinem Gemälde Dans i Gopsmorstugan („Tanz in der Hütte in Gopsmor“, 1914) geschildert. Auch Freunde brachte er nach Gopsmor, diese hatten es aber leider nicht immer so leicht, die einfachen Verhältnisse dort zu akzeptieren. Der schwedische Autor und Nobelpreisträger Erik Axel Karlfeldt hatte z.B. Schwierigkeiten damit, seine morgendlichen Routinen nicht ungestört verrichten zu können, während dagegen dem schwedischen Maler Bruno Liljefors und dem schwedischen Zeichner, Grafiker und Autor Albert Engström diese alten Sitten gefielen. Zorns Modelle standen eben für den einfachen Haushalt.

Zorn versuchte, Gopsmor mindestens zweimal pro Jahr zu besuchen und war sehr glücklich, wenn es zu mehr Besuchen kam. Vor allen Dingen im winterlichen Januar und kurz vor Mittsommer malte Zorn fleißig in Gopsmor. Dabei handelte es sich um Motive mit Aktmodellen in der Hütte oder um Motive mit Ski laufenden Frauen draußen im Freien, aber auch um einige  Landschaftsbilder.

Im Jahre 1970 mussten sämtliche Gebäude abtransportiert werden, da man den Wasserstand aufgrund des neu angelegten Wasserkraftwerks in Spjutmo regulieren musste. Das ursprüngliche Gopsmor steht heute unter Wasser. Aber man hatte Glück und fand einen Platz, der dem ursprünglichen sehr ähnlich war und konnte so Gopsmor wieder aufbauen.

 

Die sieben Häuser in Gopsmor haben ein ansehnliches Alter inne. Bei dem ältesten handelt es sich um eine Scheune von Landbobyn, die Zorn als Atelier verwendete. Anhand der Jahresringe im Holz geht man davon aus, dass sie aus den Jahren 1324-25 stammt. Der Vorratsspeicher aus Gopshus stammt aus dem 16. Jahrhundert, während man das eigentliche Wohnhaus ins 19. Jahrhundert datiert.

Gopsmor ist im Juli und August samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Nehmen Sie gerne einen Picknickkorb mit und genießen Sie die herrliche Umgebung.

Aktuelle Ausstellung

Björn Berg – so viel mehr als nur Michel
Zornmuseum
15. Mai – 1. September 2013

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